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Diskussion mit ExpertInnen Vor zwei Monaten kam es nach einem tragischen Unfall im Ort Katunitsa zu ethnisch aufgeladenen Ausschreitungen in mehreren bulgarischen Städten. Nachdem ein junger Mann von einem Auto, das der reichen Roma-Familie Rashkov zugeordnet wurde, überfahren und getötet worden war, kam es zunächst zu Brandstiftungen an Häusern von Roma / Romnia in Katunitsa. Es wurde behauptet, der junge Bulgare (Nicht-Rom) sei absichtlich überfahren worden und es wurde verlangt, die Roma / Romnia aus dem Ort zu „entfernen“. Die Unruhen wurden nicht nur von lokalen AkteurInnen getragen, sondern auch von Hooligans und rechtsextremistischen Gruppierungen aus dem nahen Plovdiv angeheizt.
Anlass für die Veranstaltung ist der Besuch von Frank Abbas, der in Varna eine Hilfsorganisation für Roma leitet und nach Wien kommt, um über die Situtation der Roma in Bulgarien, die Unruhen vom September und die Arbeit seiner Organisation zu berichten. Wir nützen diese Gelegenheit um mit weiteren ExpertInnen zu diskutieren.
Wir fragen, wie es zu diesen Ausschreitungen gekommen ist und warum die Konflikte in diesem Ausmaß ethnisiert werden. Weiters soll diskutiert werden, welchen Einfluss die Politik wie die Förderungen der EU auf die Lebenssituation der Roma und Romnia in Bulgarien haben. Text von Frank Abbas zu den jüngsten Vorfällen TeilnehmerInnen: Frank Abbas (Leiter der Organisation P Hilendarski / Light in the Darkness in Varna) Stefka Böhme (Künstlerin, Romni aus Bulgarien) Ulli Gladik (Filmemacherin, Regisseurin von Natasha) Diana Popova (Dritte Botschaftssekretärin, Botschaft der Republik Bulgarien in Österreich) Eva Sobotka (European Agency for Fundamental Rights) Dima Vaneva (Ethnologin, DA zu zivilgesellschaftlichen Praktiken von Roma in Bulgarien) Moderation: Ferdinand Koller (Romano Centro) Zeit: Mittwoch, 23. November 2011, 19.30 Uhr Ort: Romano Centro - Verein für Roma, 1030 Wien, Hofmannsthalgasse 2/Lokal 2
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