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Roma-Literaturpreis an Stefan Horvath
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Der „Roma-Literaturpreis des Österreichischen PEN“ wurde zum Gedenken an sein Mitglied Ceija Stojka, die in diesem Jahr verstorbene österreichische Roma-Künstlerin, die Schriftstellerin, Malerin, Sängerin, Tänzerin, KZ-Überlebende, Zeitzeugin und Menschenrechtsaktivistin ins Leben gerufen. Die Verleihung erfolgt im Rahmen einer Veranstaltung bei der „Buch-Wien“ am 22. November 2013, 17-18 Uhr auf der FM4-Bühne in der Messehalle.

Mit diesem Preis soll einerseits das in der Roma-Kultur traditionell verankerte künstlerische Schaffen und im konkreten Fall das literarische Schaffen und Werk von herausragenden Roma-Persönlichkeiten gewürdigt und damit gleichzeitig auch auf das in Europa weitgehend diskriminierte und im Holocaust fast ausgerottete Volk der Roma und Sinti hingewiesen werden. Somit geht es hier neben der Auszeichnung des literarischen Schaffens weit darüber hinaus auch um eine Zeichensetzung und Einmahnung hinsichtlich der Menschenrechte.

Mit dem „Roma-Literaturpreis des Österreichischen PEN“ wird in diesem Jahr der burgenländische Roma-Schriftsteller Stefan Horvath ausgezeichnet.

 

Geboren wurde Stefan Horvath 1949 in der alten Roma-Siedlung in Oberwart. Er war der erste unter den Oberwarter Roma, der eine Hauptschule besuchte. Später arbeitete er bei Baufirmen in Wien und schaffte es bis zum Betriebsrat und Polier. Im Februar 1995 traf ihn der wohl schwerste Schicksalsschlag: beim Bombenattentat in der Siedlung kam einer seiner Söhne ums Leben. Es war jedoch auch der Beginn seines Schreibens. 2003 erschien sein Erzählband „Ich war nicht in Ausschwitz“, der von der Leidensgeschichte der Generation seiner Eltern erzählt, und 2007 das Buch „Katzenstreu“, in dem er dem Terror des 4. Februar 1995 aus verschiedenen Perspektiven begegnet. Ein Jahr später gestaltete er dazu mit dem Musiker und Komponisten Willi Spuller die Hörspiel-CD „Katzenstreu“, an der unter anderem Karl Markovics als Sprecher mitwirkte. 2013 erschien nun Stefan Horvaths drittes Buch „Atsinganos“ in der edition lex liszt 12, in dem er sich den Oberwarter Roma und ihren Siedlungen widmet.