Thursday, 15 Nov 2018

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Dikh he na bister! – Krakau/Auschwitz-Birkenau
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Am 2. August 1944 wurde das „Zigeunerlager“ in Auschwitz-Birkenau aufgelöst und die verbleibenden 2.897 Roma und Sinti, vor allem Frauen, Kinder und Ältere, in die Gaskammern des Konzentrationslagers in den Tod geschickt.
70 Jahre später, versammelten sich 1000 junge Menschen aus 25 Ländern, um diesen Opfern zu gedenken. Unter dem Motto „Dikh he na bister!“ (Schau und vergiss nicht!“) organisierte das Roma-Jugendnetzwerk ternYpe eine 5-tägige Gedenkveranstaltung in Krakau und Auschwitz, und rief dazu auf, den Genozid im Gedächtnis zu behalten und sich gegen Antiziganismus in der Gegenwart zu wehren.
Romano Centro war mit einer Gruppe von 40 jungen Menschen dabei.Die Jugendlichen erfuhren in über 70 Workshops über verschiedene Blickwinkel und Aspekte des Roma-Genozids und zur aktuellen Lage in verschiedenen Ländern.  
Acht Zeitzeugen nahmen an dem Treffen teil und erzählten den Jugendlichen ihre Geschichten, die für die neuen Generationen von unschätzbarem Wert sind. Sie teilten ihre persönlichen Erlebnisse und berichteten über die Gräueltaten der Nationalsozialisten, die sie am eigenen Leib zu spüren bekamen. Die Menschen, die ihnen zuhörten, tragen ihre Geschichte nun weiter.
Um die Opfer in Ehren zu halten, und ihnen zu gedenken,  schlossen sich mehr als 1000 Menschen zusammen und versammelten sich gemeinsam mit hochrangigen PolitikerInnen an der Stelle des ehemaligen Zigeuner-Familien-Lagers.
Durch die unendlich scheinende Weite des Lagers Auschwitz-Birkenau klang die Hymne der Roma – Gelem, gelem – und erinnerte daran, dass Roma aus aller Welt gemeinsam mit Nicht-Roma den während des Zweiten Weltkriegs ermordeten Roma und Sinti gedenken und gegen Antiziganismus kämpfen.

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