Wednesday, 18 Jul 2018
ROMANO ZURALIPE
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ROMANO ZURALIPE – Programm zur Stärkung von Roma und Romnja am Arbeitsmarkt

Das Programm besteht aus den folgenden Maßnahmen:


1.    Berufs- und Bildungsberatung und Beratung zur Beseitigung von Arbeitsmarkthindernissen:

Individuelle und ganzheitliche Beratung von armen bzw. armutsgefährdeten Personen (darunter Working Poor) zur (besseren) Integration in den Arbeitsmarkt und zur Beseitigung von Arbeitsmarkthindernissen.
Die Erfahrung aus den bisherigen Beratungsangeboten (Frauenberatung, Sozialberatung, Beratung von Diskriminierungsopfern) hat gezeigt, dass häufig multiple Problemlagen auftreten, die eine intensive Betreuung (case management) benötigen, um Arbeitsmarkthindernisse (niedriges formales Bildungsniveau, mangelnde Berufserfahrung, sehr geringe erzielbare Einkommen, gesundheitliche Probleme, Betreuungspflichten u.a.) beseitigen zu können. Diese umfassende Beratung bildet die Basis für die spezifische Berufs- und (Weiter-)Bildungsberatung.

 

2.    Berufsorientierung und Erhöhung der Chancen am Arbeitsmarkt für benachteiligte Jugendliche durch Roma-Schulmediatorinnen unter Einbeziehung der Familien

Die Roma-Schulmediatorinnen arbeiten in drei Wiener Pflichtschulen mit Roma-.Jugendlichen und haben engen Kontakt zu den Eltern und den Familien. Sie beziehen die Eltern in die Unterstützung der Jugendlichen ein und informieren sie über die Notwendigkeit der Berufsorientierung und –ausbildung, unterstützen und ermutigen sie. Sie begleiten und motivieren die Jugendlichen, bestehende Angebote anzunehmen und dadurch ihre Chancen zu verbessern.

3.    Empowerment für Jugendliche:

Ausbildung von Roma-Jugendlichen bzw. Erwachsenen zu JugendleiterInnen (MultiplikatorInnen) mit zusätzlicher Praxisanleitung (Entwicklung und Durchführung eines Projekts mit Roma-Jugendlichen) Die Stärkung der positiven Selbstidentifikation ist eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme am Arbeitsmarkt (und dem gesellschaftlichen Leben überhaupt). Diese Stärkung soll durch vermehrte Jugendarbeit erreicht werden. Außerdem sollen vier Personen aus der Roma-Community zu JugendleiterInnen ausgebildet werden und als „role models“ Jugendaktivitäten planen und durchführen.


4.    Train-the-Trainer:

Weiterbildung von jungen Roma und Romnja im Bereich Training (Antiziganismus, Geschichte und Kultur) und Informationsvermittlung zu unterschiedlichen Themen als MultiplikatorInnen/Schlüsselkräfte
Roma und Romnja erhalten Weiterbildung in Form von Wochenendworkshops und zusätzliches Coaching. Ziel ist die Qualifizierung für Trainings für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie zur Entwicklung und Durchführung von Informations-veranstaltungen zu Themen wie Bildung und Beruf (Elternworkshops, Berufsinformation).

Finanziert aus den Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz