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Podiumsdiskussion: Diversität in der Europäischen Union - Testfall Roma in Europa

Aus Anlass der Österreichischen Ratspräsidentschaft veranstaltet Romano Centro gemeinsam mit ERGO
Network (European Roma Grassroots Organisations) und dem Haus der Europäischen Union in Wien
eine Podiumsdiskussion zum Thema
Diversität in der Europäischen Union - Testfall Roma in Europa

Donnerstag, 8. November 2018, 18.30 Uhr
Haus der Europäischen Union, Wipplingerstraße 35, 1010 Wien

Begrüßung
Georg Pfeifer, Leiter des Verbindungsbüros des Europäischen Parlaments in Österreich
Rabie Perić-Jasar und Mirjam Karoly, Romano Centro

Diskutant*innen
Gabriela Hrabanova, Direktorin ERGO
Network (Brüssel)
Sheena Keller, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, FRA (Agentur der EU für Grundrechte)
Ciprian Necula, Aktivist, Soziologe, Rumänien
Péter Niedermüller, Abgeordneter zum
EU-Parlament (Demokratikus Koalíció, Ungarn)
Dijana Pavlović, Aktivistin, Italien
Alfiaz Vaiya, Koordinator ARDI (Arbeitsgruppe Antirassismus und Diversität, Europäisches Parlament)

Simultanübersetzung Deutsch-Englisch

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Roma sind die größte Minderheit Europas.

Infolge des jahrhundertealten Antiziganismus der Mehrheitsgesellschaften sind Roma überproportional von Armut und sozialem Ausschluss betroffen. Um die Lebenssituation der Romabevölkerung zu verbessern und gleiche Rechte und Möglichkeiten für alle EU-Bürger*innen sicherzustellen, hat die EU-Kommission 2011 eine Rahmenstrategie zur Inklusion der Roma bis 2020 beschlossen. Darin wurden alle Mitgliedsländer verpflichtet, eigene Strategien zur Inklusion von Roma und Romnja zu entwickeln und umzusetzen. Die Verpflichtung umfasst u.a. die Definition von nationalen Zielen, die Bereitstellung der erforderlichen Mittel und die Einrichtung geeigneter Monitoringmaßnahmen. Die Kommission definierte die Bereiche Bildung, Beschäftigung, Gesundheit und Wohnen als zentral.
Im Widerspruch zu diesen Ansätzen steht der Aufstieg populistischer und rechter Gruppierungen in Europa
innerhalb und außerhalb der EU. In der öffentlichen Diskussion werden Migrant*innen, geflüchtete Personen,
Angehörige bestimmter Religionen oder Minderheiten wie Roma von rechten politischen Parteien zu Sündenböcken erklärt. Sie werden für soziale Probleme verantwortlich gemacht und zum Ziel verhetzender Reden und rassistischer Gewalt.
Die aktuellen gewalttätigen Übergriffe auf Roma in der Ukraine, bei denen ein Mann erstochen wurde, die Ermordung eines Roma-Mädchens in Griechenland im Juni, die rassistische Prügelattacke gegen einen Rom in
der Slowakei, oder die romafeindlichen Aussagen des italienischen Innenministers Salvini, der die Zählung und Deportation von Roma ankündigte, sind nur ein paar Beispiele für diese Entwicklung.
Zwei Jahre vor Abschluss der Roma-Strategie 2020, während der Vorbereitungen für die nächste Programm-
Periode 2020-2027, nehmen wir die österreichische Ratspräsidentschaft zum Anlass, die bisherigen Ergebnisse
der Strategie einer Bewertung zu unterziehen. Dabei gehen wir auch der Frage nach, wie der weit verbreitete
Antiziganismus den Zugang zu gleichen Rechten und Chancen für Roma in Europa behindert.