Montag, 08 Feb 2016
ROMANO ZURALIPE

ROMANO ZURALIPE – Programm zur Stärkung von Roma und Romnja am Arbeitsmarkt

Das Programm besteht aus den folgenden Maßnahmen:


1.    Berufs- und Bildungsberatung und Beratung zur Beseitigung von Arbeitsmarkthindernissen:

Individuelle und ganzheitliche Beratung von armen bzw. armutsgefährdeten Personen (darunter Working Poor) zur (besseren) Integration in den Arbeitsmarkt und zur Beseitigung von Arbeitsmarkthindernissen.
Die Erfahrung aus den bisherigen Beratungsangeboten (Frauenberatung, Sozialberatung, Beratung von Diskriminierungsopfern) hat gezeigt, dass häufig multiple Problemlagen auftreten, die eine intensive Betreuung (case management) benötigen, um Arbeitsmarkthindernisse (niedriges formales Bildungsniveau, mangelnde Berufserfahrung, sehr geringe erzielbare Einkommen, gesundheitliche Probleme, Betreuungspflichten u.a.) beseitigen zu können. Diese umfassende Beratung bildet die Basis für die spezifische Berufs- und (Weiter-)Bildungsberatung.



2.    Berufsorientierung und Erhöhung der Chancen am Arbeitsmarkt für benachteiligte Jugendliche durch Roma-Schulmediatorinnen unter Einbeziehung der Familien:

Die Roma-Schulmediatorinnen arbeiten in drei Wiener Pflichtschulen mit Roma-.Jugendlichen und haben engen Kontakt zu den Eltern und den Familien. Sie beziehen die Eltern in die Unterstützung der Jugendlichen ein und informieren sie über die Notwendigkeit der Berufsorientierung und –ausbildung, unterstützen und ermutigen sie. Sie begleiten und motivieren die Jugendlichen, bestehende Angebote anzunehmen und dadurch ihre Chancen zu verbessern.

3.    Empowerment für Jugendliche:

Ausbildung von Roma-Jugendlichen bzw. Erwachsenen zu JugendleiterInnen (MultiplikatorInnen) mit zusätzlicher Praxisanleitung (Entwicklung und Durchführung eines Projekts mit Roma-Jugendlichen) Die Stärkung der positiven Selbstidentifikation ist eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme am Arbeitsmarkt (und dem gesellschaftlichen Leben überhaupt). Diese Stärkung soll durch vermehrte Jugendarbeit erreicht werden. Außerdem sollen vier Personen aus der Roma-Community zu JugendleiterInnen ausgebildet werden und als „role models“ Jugendaktivitäten planen und durchführen.


4.    Train-the-Trainer:

Weiterbildung von jungen Roma und Romnja im Bereich Training (Antiziganismus, Geschichte und Kultur) und Informationsvermittlung zu unterschiedlichen Themen als MultiplikatorInnen/Schlüsselkräfte
Roma und Romnja erhalten Weiterbildung in Form von Wochenendworkshops und zusätzliches Coaching. Ziel ist die Qualifizierung für Trainings für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie zur Entwicklung und Durchführung von Informations-veranstaltungen zu Themen wie Bildung und Beruf (Elternworkshops, Berufsinformation).

Finanziert aus den Mitteln des Europäischen Sozialfonds

   

 
Roma-SchulmediatorInnen an Wiener Schulen

Seit September 2000 beschäftigt Romano Centro Roma-SchulassistentInnen (ab dem Schuljahr 2012/2013 Roma-SchulmediatorInnen) in ausgewählten Wiener Schulen, die von vielen Roma-Kindern besucht werden. Das Projekt wurde zu Beginn vom BMUKK sowie dem Wiener Integrationsfonds (ist später in die MA 17 umgewandelt worden) finanziert, seit einigen Jahren fördert die Stadt Wien das Projekt nicht mehr und die Kosten wurden bis zum Schuljahr 2011/2012 allein aus der Förderung des BMUKK gedeckt.

Durch eine Förderung des BMI (Nationale Integrationsförderung) konnte das Projekt im Schuljahr 2012/2013 stark ausgeweitet werden.

Die Roma-SchulmediatorInnen vermitteln zwischen LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern. Sie motivieren und begleiten die Kinder im Unterricht, helfen den LehrerInnen bei Verständnisschwierigkeiten und bemühen sich, den Eltern den Zugang zur Schule zu erleichtern. Auf Grund ihrer muttersprachlichen Kenntnisse haben die SchulmediatorInnen für die Kinder eine identifikationsstiftende Funktion und stehen den Eltern als Vertrauenspersonen - mit Verständnis für den kulturellen und traditionellen Background - zur Verfügung.


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Lebens- und Sozialberatung für Frauen

Mehrfachdiskriminierung, Gewaltprävention, gesundheitliche Aspekte

Seit September 2013 wird im Romano Cento auch Frauenberatung für Romnja und Sintize angeboten. Die Themen der Beratung reichen von Familie, Partnerschaft und Sexualität, psychischer und körperlicher Gesundheit, sozialen und ökonomischen Krisen bis hin zur Gewaltprävention. 

Die Beratung wird von Danijela Feichtinger durchgeführt (0699 18200555 oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. )

Terminvereinbarung bei Ljiljana Marinkovic, Mo - Fr 09:00 bis 15:00, 01 7496336 15, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

 
Lernhilfe und Elternarbeit
Lernhilfe
 
Romano Centro bietet seit 1995 Lernhilfe für Roma-Schulkinder in Wien an. Primäre Zielgruppe der Lernhilfe sind Roma-SchülerInnen, die Pflicht­schulen besuchen (Volks- und  Hauptschule, Sonder­pädagogische Zentren, AHS-Unterstufe, Kooperative Mittelschule). Die Lernhilfe findet individuell in den Wohnungen der Kinder statt,  so dass sehr genau auf deren Lernbedürfnisse eingegangen werden kann.
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Fußball
Die Fußball-Gruppe des Romano Centro trainiert jeden Dienstag und Donnerstag von 19:00 bis 21:30 Uhr auf dem Sportplatz Wasserpark - WAT 21, Am Wasserpark 1- 7, 1210 Wien. Für Jugendliche (Anfänger und Fortgeschrittene) ab ca. 14 Jahren. Derzeit ist leider kein Angebot für Kinder möglich, es ist aber geplant, Trainings für Kinder ab dem Frühjahr 2016 anzubieten. Kontakt: Zoran Jovanović, 0676/3728714 oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. .
 
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