Samstag, 25 Okt 2014
Romane Thana - Orte und der Roma

Ausstellung


Wien Museum: 12. Februar - 17. Mai 2015
danach Landesmuseum Burgenland


Eine Ausstellung von Romano Centro, Initiative Minderheiten, Wien Museum und Landesmuseum
Burgenland

Das Romano Centro und die Initiative Minderheiten realisieren in Kooperation mit dem Wien Museum und dem Landesmuseum Burgenland im Februar 2014 die Ausstellung „Romane Thana - Orte der Roma und Sinti“. Die Ausstellung gibt ausgehend von aktuellen Fragestellungen Einblicke in die Lebenssituationen von Roma und Sinti in Österreich und erzählt deren Geschichte und Geschichten entlang räumlicher Orientierung. Im Mittelpunkt stehen die Beiträge von zehn Autoren und Autorinnen aus der Community zu von ihnen gewählten Orten. Wie etwa die Romasiedlungen im Burgenland, die Vernichtungslager des Holocausts, Oberwart – Ort des Bombenattentats 1995, der Busbahnhof in Wien Erdberg aber auch die Romavereine als Orte der politischen Emanzipation.


Jahrhundertelang waren Roma und Sinti Thema von Darstellungen, die ausschließlich von Nicht-Roma erzeugt wurden. Es gibt kaum historische Selbstzeugnisse. Meist sind es Abbilder und Interpretationen von als anders wahrgenommenen Fremden. Auf diese Weise wurden über Jahrhunderte Stereotypen und Feindbilder festgeschrieben, die letztlich der Legitimation von Ausgrenzung und rassistischer Verfolgung dienten und dienen.

Die Beiträge werden mit jenen historischen Befunden gerahmt, die nötig sind, um die Erzählungen zu verstehen und miteinander in Beziehung zu setzen. Aus dieser Vielstimmigkeit ergeben sich neue Fragestellungen und Sichtweisen auf die Gegenwart und Geschichte der Roma- und Sinti-Communities, die stereotype Wahrnehmungen durchbrechen.

 

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Lebens- und Sozialberatung für Frauen

Mehrfachdiskriminierung, Gewaltprävention, gesundheitliche Aspekte

Seit September 2013 wir im Romano Cento auch Frauenberatung für Romnja und Sintize angeboten. Die Themen der Beratung reichen von Familie, Partnerschaft und Sexualität, psychischer und körperlicher Gesundheit, sozialen und ökonomischen Krisen bis hin zur Gewaltprävention. 

Die Beratung wird von Danijela Feichtinger durchgeführt (0699 18200555 oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. )

Terminvereinbarung bei Jelena Jovanovic, Mo - Fr 09:00 bis 15:00, 01 7496336 15, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

 
Roma-SchulmediatorInnen an Wiener Schulen

 

Seit September 2000 beschäftigt Romano Centro Roma-SchulassistentInnen (ab dem Schuljahr 2012/2013 Roma-SchulmediatorInnen) in ausgewählten Wiener Schulen, die von vielen Roma-Kindern besucht werden. Das Projekt wurde zu Beginn vom BMUKK sowie dem Wiener Integrationsfonds (ist später in die MA 17 umgewandelt worden) finanziert, seit einigen Jahren fördert die Stadt Wien das Projekt nicht mehr und die Kosten wurden bis zum Schuljahr 2011/2012 allein aus der Förderung des BMUKK gedeckt.

Durch eine Förderung des BMI (Nationale Integrationsförderung) konnte das Projekt im Schuljahr 2012/2013 stark ausgeweitet werden.

Die Roma-SchulmediatorInnen vermitteln zwischen LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern. Sie motivieren und begleiten die Kinder im Unterricht, helfen den LehrerInnen bei Verständnisschwierigkeiten und bemühen sich, den Eltern den Zugang zur Schule zu erleichtern. Auf Grund ihrer muttersprachlichen Kenntnisse haben die SchulmediatorInnen für die Kinder eine identifikationsstiftende Funktion und stehen den Eltern als Vertrauenspersonen - mit Verständnis für den kulturellen und traditionellen Background - zur Verfügung.


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Lernhilfe und Elternarbeit
Lernhilfe
 
Romano Centro bietet seit 1995 Lernhilfe für Roma-Schulkinder in Wien an. Primäre Zielgruppe der Lernhilfe sind Roma-SchülerInnen, die Pflicht­schulen besuchen (Volks- und  Hauptschule, Sonder­pädagogische Zentren, AHS-Unterstufe, Kooperative Mittelschule). Die Lernhilfe findet individuell in den Wohnungen der Kinder statt,  so dass sehr genau auf deren Lernbedürfnisse eingegangen werden kann.
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„Power Źuvlja“

Ein Projekt für Mädchen und Mütter zur Steigerung des Bildungsbewusstseins
Projektleitung: Mag.a Žaklina Radosavljević

Seit Februar 2012 wird das Pilotprojekt „Power Źuvlja“, das im Rahmen des Workshops „Roma an die Universität!“ entstand, durchgeführt. Das Projekt hat zwei Zielgruppen: einerseits Roma-Mädchen, andererseits deren Mütter und Großmütter, die sich in einer in der Nähe ihres Wohnortes befindlichen Räumlichkeit, des „Wr. Hilfswerk“ im Verein Vida Pavlovic im  16. Bezirk treffen. Ziel des Projektes ist es, das Bildungsbewusstsein bei den Müttern (und Großmüttern) zu steigern und sie über wichtige gesellschaftspolitische Themen, wie Bildung, Sozialrecht, Gesundheit,  Gender, Ernährung, Erziehung etc. zu informieren.  Im Nebenraum befindet sich eine Kinderbetreuung, sodass die Frauen ungestört reflexive Gespräche führen können. Bei den Treffen der Mädchen geht es vorrangig darum, spielerisch Geschlechterrollen zu hinterfragen und dadurch neue Bildungs- und Berufsperspektiven zu entwickeln. Bei so manchem Mädchen hat sich der Wunschberuf aufgrund dieser Workshops bereits verschoben. Die Arbeit mit den Müttern dient dazu, ihnen zu vermitteln, was ihre Kinder zur Erreichung dieser Ziele brauchen und wie sie sie dabei unterstützen können.
Das Projekt wird in Kooperation mit der Initiative Minderheiten durchgeführt.