Donnerstag, 05 Mär 2015
Kultur
Theaterstück: Der Boxer (Felix Mitterer)

Das Theater in der Josefstadt zeigt ab Jänner 2015 das Stück "Der Boxer" von Felix Mitterer.

"Der Boxer" handelt vom Schicksal des deutschen Boxers Johann "Rukeli" Trollmann (dargestellt von Gregor Bloéb), dem sein Meistertitel im Boxen im nationalsozialistischen Deutschland aberkannt wurde, weil er ein Sinto war.

Termine und weitere Informationen finden Sie hier.

 
Ausstellung: Was bleibt Fragmente einer fortwährenden Vergangenheit

Sonderausstellung im Dokumentationsarchiv de österreichischen Widerstands

Vor 1938 lebten rund 11.000 bis 12.000 Roma und Sinti in Österreich. Ihre Verfolgung begann unmittelbar nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten. Bis 1945 wurden annähernd 90 Prozent der österreichischen Roma und Sinti, 9500 Männer, Frauen und Kinder, in den Konzentrations- und Vernichtungslagern ermordet.

Marika Schmiedt, 1966 im oberösterreichischen Traun geboren, ist bildende Künstlerin, Aktivistin und Filmemacherin in Wien. Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit der Situation der Roma vor und nach 1945 auch in ihrer künstlerischen Arbeit. Viele Verwandte von Schmiedt wurden ermordet, ihre Mutter überlebte in Pflegefamilien und Heimen.

Marika Schmiedt recherchierte jahrelang in Gedenkstätten, Archiven und Ämtern in ganz Österreich und Deutschland. Sie durchforstete Transportlisten, Häftlingslisten, Todesanzeigen, Karteien aller Art, Polizeiprotokolle, Geburts- und Sterbematrikeneinträge, Opferfürsorgeakten. Stück für Stück rekonstruierte sie die Geschichte ihrer Familie. In den Akten fand sie die einzigen Fotos, die sie bis heute von ihrer Großmutter Amalia Horvath besitzt: aufgenommen von den Mördern im KZ Ravensbrück. Es entstand eine Ausstellung, in der auch die Auswirkungen der Verfolgung auf die nachfolgenden Generationen sichtbar werden.

Eintritt frei!

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Mit Liedern zu den Roma
Mit Liedern zu den Roma
Die Gipsy Music Association (neuer Name: Voices of Diversity) führte in Kooperation mit der Volksschule Bernhardtstalgasse (10. Wiener Gemeindebezirk) und Ivana Ferencova-Hrickova ein Projekt mit 50 Kindern aus Favoriten durch. Die Kinder lernten vier traditionelle Roma-Lieder in Romanes. Während des Projektes stellte sich heraus, dass einige Kinder selbst Romanes sprachen, in der Schule aber noch jemandem davon erzählt hatten. Neben den Liedern lernten die Kinder auch etwas über die Kultur der Roma. Bei der Abschlussveranstaltung wurden die Lieder öffentlich vorgetragen, für alle Beteiligten war es seine sehr positive Erfahrung. "Mit Hilfe von Musik können Barrieren überwunden werden," sagt Ivana Ferencova-Hrickova. Begeistert waren auch andere: im Juni wurde das Projekt von Unterrichtsministerin Claudia Schmied ausgezeichnet. Für das Jahr 2014 ist nochmals eine Aufführung der Lieder bei der 6. Baranka Park Gedenkfeier am 20. Mai geplant!
 
Roma-Literaturpreis an Stefan Horvath
Der ”Roma-Literaturpreis des Österreichischen PEN” wurde zum Gedenken an sein Mitglied Ceija Stojka, die in diesem Jahr verstorbene österreichische Roma-Künstlerin, die Schriftstellerin, Malerin, Sängerin, Tänzerin, KZ-Überlebende, Zeitzeugin und Menschenrechtsaktivistin ins Leben gerufen.

Preisverleihung: Messe Wien, Halle D, FM4-Bühne im Rahmen der “Buch-Wien” am 22.XI.2013, 17-18 Uhr

Mit dem “Roma-Literaturpreis des Österreichischen PEN” wird in diesem Jahr der burgenländische Roma-Schriftsteller Stefan Horvath ausgezeichnet. Der Preis wird zum ersten Mal vergeben.