Freitag, 14 Dez 2018
News
Brandanschläge: Brief an Linzer Bürgermeister Klaus Luger

Anlässlich der drei Brandanschläge auf die Zelte obdachloser Roma-Familien in Linz und den darauffolgenden Reaktionen übermittelte Romano Centro heute folgenden Brief an Bürgermeister Luger: 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

mit Entsetzen haben wir von den mittlerweile drei Brandanschlägen (am 14. und am 16. Februar sowie am 2. März) auf ein Zeltlager von Roma in Linz gelesen, 50 Personen wurden dadurch angegriffen und verloren ihre wenigen Habseligkeiten. Es ist unerträglich, dass mit Gewalt gegen die Ärmsten in unserer Gesellschaft vorgegangen wurde. So wie Sie finden wir es skandalös, dass die Öffentlichkeit znächst beinahe nichts von den Vorfällen erfahren hätte.

Gut, dass Sie in Ihrer Aussendung die Brandanschläge klar verurteilen. Einige Ihrer Aussagen befremden uns dagegen sehr:

Laut einem Artikel im Falter vom 2. März haben Sie gemeint, die Leute würden aufgrund einer „kulturellen Thematik" die ihnen angebotenen Notschlafstellen nicht annehmen und nur deshalb auf der Straße schlafen.

Dies ist nicht zutreffend. Wie auch die Autorin des Artikels recherchiert hat, haben rumänische Staatsangehörige ohne Anspruch auf Mindestsicherung auch keinen Zugang zu Notschlafstellen.

Die Aussage und die dahinter stehende Annahme ist leider sehr typisch für die Debatte. Die schweren sozialen Probleme, unter denen diese Menschen leiden, werden ihrer „Kultur" zugeschrieben. Die Menschen leben aber nicht in Zelten oder auf der Straße, weil das ihrer Tradition entspräche, sondern weil sie keine bessere Möglichkeit haben.

Weiterlesen...
 
Jahresbericht 2015

Ein Jahr auf 30 Seiten - der Jahresbericht 2015 ist online. Mit Informationen zu allen Projekten und Aktivitäten des vergangenen Jahres.

Download hier

 
Workshops für Schulklassen


„wie könnte ich auschwitz je vergessen!“

15 zeitzeugInnenworkshops für schulklassen ab der 8. schulstufe frühjahr 2016

in erinnerung an die romadichterin, malerin und auschwitzüberlebende CEIJA STOJKA

nur noch wenige workshoptermine frei!
bitte rasch anmelden!

die freien termine:
mi. 16.3., mi. 20.4., fr. 29.4., mo. 23.5., mo. 30.5., mi. 15. juni 2016
beginn: 10 bis 13 uhr im amerlinghaus, stiftgasse 8, 1070 wien

workshopprogramm: einleitender kurzfilm (13 min) ceija stojka (1933-2013): ein romaleben; danach kurzeinführung in die geschichte, verfolgungsgeschichte und gegenwart der roma  durch die moderatorin.  anschließend: lesung aus der lebensgeschichte ceija stojkas: vom leben der fahrenden roma, das sie als kind noch kennen lernte und von ihrem überleben in den konzentrations- und vernichtungslagern der nazis: auschwitz, ravensbrück und bergen-belsen.
anschließend: diskussion und gespräch: die schülerInnen haben gelegenheit, fragen an ceija stojkas familie zu stellen.  musik: AMENZA KETANE das romamusikensemble führt musikalisch durch den vormittag.
nach der pause kreativteil: MUSIK-TEXT-WORKSHOP: RAPS GEGEN RASSIMUS. leitung: ANDREAS HOLLESCHEK. die schülerInnen erarbeiten rap-text-vorlagen, die sie unter anleitung des workshopleiters auch musikalisch umsetzen und performen.
abschließend ersucht die moderatorin die schülerInnen um ein schriftliches feedback.
nachbearbeitung: der leiter des kreativ-workshops arbeitet mit den interessiertesten klassen an ihren raps weiter, probt für eine performance der klasse beim projektabschlussfest
ziel: veröffentlichung eines videos mit dem besten rap gegen rassismus auf youtube.

Weiterlesen...
 
Diskriminierung von Roma in Vorarlberg: Stellungnahme von Romano Centro

Vorarlberger Stadt- und LandespolitikerInnen haben die Kritik des Romano Centro am Umgang mit BettlerInnen und vor allem an der diskriminierenden Sprache zurückgewiesen.

Der Verein Romano Centro bekräftigt seine Kritik und nimmt dazu in einem ausführlichen Dokument Stellung. Die Stellungnahme finden Sie hier

 
ROMANO ZURALIPE

ROMANO ZURALIPE – Programm zur Stärkung von Roma und Romnja am Arbeitsmarkt

Das Programm besteht aus den folgenden Maßnahmen:


1.    Berufs- und Bildungsberatung und Beratung zur Beseitigung von Arbeitsmarkthindernissen:

Individuelle und ganzheitliche Beratung von armen bzw. armutsgefährdeten Personen (darunter Working Poor) zur (besseren) Integration in den Arbeitsmarkt und zur Beseitigung von Arbeitsmarkthindernissen.
Die Erfahrung aus den bisherigen Beratungsangeboten (Frauenberatung, Sozialberatung, Beratung von Diskriminierungsopfern) hat gezeigt, dass häufig multiple Problemlagen auftreten, die eine intensive Betreuung (case management) benötigen, um Arbeitsmarkthindernisse (niedriges formales Bildungsniveau, mangelnde Berufserfahrung, sehr geringe erzielbare Einkommen, gesundheitliche Probleme, Betreuungspflichten u.a.) beseitigen zu können. Diese umfassende Beratung bildet die Basis für die spezifische Berufs- und (Weiter-)Bildungsberatung.

Weiterlesen...
 
« StartZurück12345678910WeiterEnde »

Seite 5 von 16