Mittwoch, 23 Apr 2014
News
Wels verbietet Campieren für Roma und Sinti

Presseinformation

Wie durch den offenen Brief des Oberösterreichischen Netzwerks gegen Rassismus und Rechtsextremismus bekannt wurde, hat der Welser Gemeinderat im November 2013 beschlossen, das Campieren auf dem Welser Messegelände zu verbieten. Das Verbot richtet sich gegen Roma und Sinti, die bisher jedes Jahr ein paar Tage dort campieren und dafür eine Gebühr entrichtet haben. Wie dem offenen Brief weiter zu entnehmen ist, wird von weit rechts stehenden Kräften seit längerer Zeit eine Hetzkampagne gegen Roma und Sinti betrieben, die nun offensichtlich Früchte trägt. Dies leistet der Kriminalisierung einer ohnehin stark diskriminierten Minderheit Vorschub. Leider kommt es in Österreich immer wieder zu rassistischen Übergriffen gegen durchreisende Roma und Sinti, wie auch unser Antiziganismusbericht 2013 belegt (Download auf www.romano-centro.org).
Es ist äußerst bedauerlich, dass dies gerade in einer oberösterreichischen Stadt passiert, wo es doch in diesem Bundesland (in Braunau und Linz) gelungen ist, in Zusammenarbeit mit dem Verein Ketani eigene Durchreiseplätze für reisende Roma und Sinti einzurichten, Nutzungskonflikte zu vermeiden und den Bedürfnissen der Roma und Sinti gleichermaßen wie jenen der Mehrheitsgesellschaft zu entsprechen.
Wir appellieren an Herrn Landeshauptmann Pühringer, der gerade den Linzer Verein Ketani mit dem Menschenrechtspreis des Landes Oberösterreich ausgezeichnet hat, auf seine Welser ParteikollegInnen einzuwirken, damit dieser Beschluss rückgängig gemacht wird.

Rückfragehinweis:
Mag.a Andrea Härle Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. , 01 749 63 36 14; 0650 87 88 638
Romano Centro – Verein für Roma, Hofmannsthalgasse 2 / Lokal 2, 1030 Wien,
wwww.romano-centro.org

 
MO zum Thema Roma in Österreich
Das neue MO-Magazin für Menschenrechte von SOS Mitmensch mit dem Schwerpunkt "Roma in Österreich" ist bei den KolporteurInnen für € 2,50 auf den Straßen Wiens erhältlich und steht hier zum download zur Verfügung. Das Heft beinhaltet Interviews mit Simonida Selimovic, Simone Schönett und der Roma-Schulmediatorin Vesna Dimic, ein Portrait von Robert Gabris, Zaklina Radosavljevic und Saska Dimic so wie einen Bericht über Oberwart.
 
Ausstellung "Die Gedanken sind frei"
«Die Gedanken sind frei» Angst ist Alltag für Roma in EUropa - Ein Ausstellungsprojekt von Marika Schmiedt
Grafiken - Plakate die im Sinne der Confrontage agieren
 
Was? Vernissage
Wann? Freitag, 27.12.2013 ab 19.00 Uhr
Wo? Aparat.Installationen und Inbrandsetzungen, 15., Zwölfergasse 9 (Nebeneingang, Souterrain, Türöffner)
Was noch? Filme, Cocktails, Djs...
 
Dieses Ausstellungsprojekt soll als Spiegel der verbreiteten aber durchschnittlich nicht wahrgenommenen Rassismen dienen,
und mit der Geschichte der Verfolgung der Roma in Verbindung gebracht werden. Obwohl die gegenwärtige Verfolgung von
Roma eine soziale und politische Situation hervorruft, die an die Zeit des Nationalsozialismus erinnert, hat sich die Mehrheit
zu schweigen entschlossen. Meine Arbeit versucht, das Schweigen zu durchbrechen und den Rassismus zu enthüllen und
gleichzeitig der fortschreitenden Diskriminierung entgegenzuwirken. Der Prozess der Inhaltsfindung wird zum Prozess der
Präsentationsfindung, mittels kontinuierlicher Bild- und Textrecherchen in Form von Bildläufen, Ausschnitten und Momentaufnahmen
aus dem Netz, TV und Radio. Durch diese Gegenüberstellung von Medialität und Realität, entsteht die Möglichkeit einer differenzierten
und kritischen Auseinandersetzung. Gezeigt werden digitale Collagen die im Sinne der Confrontage agieren und eine Auswahl an Filmen.
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Pressekonferenz Antiziganismus-Bericht

Der Verein Romano Centro präsentiert am 5.12. um 10:30 Uhr im Rahmen einer Pressekonferenz im Presseklub Concordia (Bankgasse 8, 1010 Wien) den ersten Bericht zu Antiziganismus in Österreich.

Es sprechen:

Mag. Thomas Weiss, Vorstand Romano Centro

Claudia Schäfer, MAS, Geschäftsführerin ZARA - Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit

Mag.a Andrea Härle, Geschäftsführung Romano Centro

Mag. Ferdinand Koller, Redaktion Antiziganismus-Bericht

Der Bericht ist die erste Publikation zu aktuellem Antiziganismus (Rassismus gegen als „Zigeuner“ wahrgenommene Personen) in Österreich. Gemeinsam mit Partnerorganisationen wurden Vorfälle der letzten Jahre gesammelt und in einem Bericht zusammengestellt. Das Ergebnis ist deutlich: Roma/Romnja und Sinti/Sintize sind in Österreich in allen Bereichen von Rassismus betroffen. Die Fälle reichen von verweigerten Dienstleistungen, Benachteiligungen am Arbeitsmarkt, Beleidigungen und Hetze im Internet, rassistischen Äußerungen von PolitikerInnen oder der Polizei, stereotypen Darstellungen in Medien bis hin zu Verhetzung und gewalttätigen Übergriffen auf durchreisende Familien.

Antiziganismus ist in Österreich weit verbreitet und wenig kritisch hinterfragt. Antiziganistische Vorstellungen sind daher eher die Regel in der Mitte der Gesellschaft als die Ausnahme am „rechten Rand“.

Pressetext

Bericht

Rückfragehinweis:

Mag. Ferdinand Koller

Romano Centro - Verein für Roma

Hofmannsthalgasse 2/2, 1030 WIEN

Tel.: 01 7496336 12

Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

 
Roma-Literaturpreis an Stefan Horvath
Der ”Roma-Literaturpreis des Österreichischen PEN” wurde zum Gedenken an sein Mitglied Ceija Stojka, die in diesem Jahr verstorbene österreichische Roma-Künstlerin, die Schriftstellerin, Malerin, Sängerin, Tänzerin, KZ-Überlebende, Zeitzeugin und Menschenrechtsaktivistin ins Leben gerufen.

Preisverleihung: Messe Wien, Halle D, FM4-Bühne im Rahmen der “Buch-Wien” am 22.XI.2013, 17-18 Uhr

Mit dem “Roma-Literaturpreis des Österreichischen PEN” wird in diesem Jahr der burgenländische Roma-Schriftsteller Stefan Horvath ausgezeichnet. Der Preis wird zum ersten Mal vergeben.
 
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