Samstag, 28 Nov 2020
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Ausstellung: Ceija Stojka in Leonding

Während des Gehens verloren wir unser Gesicht

Ausstellung mit Werken von Ceija Stojka in der 44er Galerie in Leonding #8Stadtplatz 44, 4060 Leonding), 27. Mai bis 10. Juli 2015

Ceija Stojka wurde 1933 in der Steiermark als eines von sechs Kindern einer Lovara-Roma-Familie geboren. Kurz vor ihrem zehnten Geburtstag deportierten die Nazis sie nach Auschwitz, Ravensbrück und Bergen-Belsen.

Von 27. Mai bis 10. Juli 2015 werden ihre Werke gezeigt, die die Torturen in den Lagern, die Erniedrigungen, die Todesangst und die Degradierung zu einer Nummer schildern. Darüber hinaus werden Hintergrundmaterialien zu Geschichte und Leben der Roma und Sinti sowie zur Künstlerin gezeigt, die sich bis zu ihrem Tod im Jänner 2013 gegen das Vergessen und gegen Diskriminierung engagierte.

Eröffnung: 27. Mai 2015, 19 Uhr

Öffnungszeiten: Di 15-19 Uhr, Mi 15-19 Uhr, Do 17-21 Uhr, Fr 15-19 Uhr, So 10-16 Uhr

Für Schulklassen gegen Voranmeldung unter 0732 / 6878 8501.

Eine Kooperation von Kult-Ex (kult-ex.com) und der 44er Galerie / Kuva (kuva.at).

 
Theaterstück: Der Boxer (Felix Mitterer)

Das Theater in der Josefstadt zeigt ab Jänner 2015 das Stück "Der Boxer" von Felix Mitterer.

"Der Boxer" handelt vom Schicksal des deutschen Boxers Johann "Rukeli" Trollmann (dargestellt von Gregor Bloéb), dem sein Meistertitel im Boxen im nationalsozialistischen Deutschland aberkannt wurde, weil er ein Sinto war.

Termine und weitere Informationen finden Sie hier.

 
Ausstellung: Was bleibt Fragmente einer fortwährenden Vergangenheit

Sonderausstellung im Dokumentationsarchiv de österreichischen Widerstands

Vor 1938 lebten rund 11.000 bis 12.000 Roma und Sinti in Österreich. Ihre Verfolgung begann unmittelbar nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten. Bis 1945 wurden annähernd 90 Prozent der österreichischen Roma und Sinti, 9500 Männer, Frauen und Kinder, in den Konzentrations- und Vernichtungslagern ermordet.

Marika Schmiedt, 1966 im oberösterreichischen Traun geboren, ist bildende Künstlerin, Aktivistin und Filmemacherin in Wien. Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit der Situation der Roma vor und nach 1945 auch in ihrer künstlerischen Arbeit. Viele Verwandte von Schmiedt wurden ermordet, ihre Mutter überlebte in Pflegefamilien und Heimen.

Marika Schmiedt recherchierte jahrelang in Gedenkstätten, Archiven und Ämtern in ganz Österreich und Deutschland. Sie durchforstete Transportlisten, Häftlingslisten, Todesanzeigen, Karteien aller Art, Polizeiprotokolle, Geburts- und Sterbematrikeneinträge, Opferfürsorgeakten. Stück für Stück rekonstruierte sie die Geschichte ihrer Familie. In den Akten fand sie die einzigen Fotos, die sie bis heute von ihrer Großmutter Amalia Horvath besitzt: aufgenommen von den Mördern im KZ Ravensbrück. Es entstand eine Ausstellung, in der auch die Auswirkungen der Verfolgung auf die nachfolgenden Generationen sichtbar werden.

Eintritt frei!

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Bundesjugendtreffen 2014

In Berlin fand von 2.-5. Oktober das jährliche Bundesjugendtreffen Deutscher Sinti und Roma statt. Auf Einladung des Vereins Amaro Drom ev. entsandte Romano Centro 10 junge Roma und Romnja nach Deutschland, um an dem Treffen teilzunehmen. Knapp 100 Jugendliche reisten nach Berlin an, um sich zu vernetzen, gemeinsam zu lernen und sich künstlerisch zu betätigen. 6 Workshops zu politischer Bildung, Fragen kultureller Identität und Empowerment von Frauen ermutigten die Jugendlichen dazu, sich aktiv an der gesellschaftlichen Entwicklung zu beteiligen. Heuer wurden die Workshops zum ersten Mal von je einem Experten und einem Nachwuchs-Experten geleitet. So unterstützte Samuel Mago - Mitarbeiter des Romano Centro - den Workshop 'Antiziganismus in den Medien' beim Bundesjugendtreffen. Die Veranstaltung stand unter dem Motto "Dikhen Amen! - Seht uns!". Mit diesem Slogan zeigten sich die TeilnehmerInnen als positive Vorbilder und traten gemeinsam gegen den zunehmenden Antiziganismus in Europa ein. 

 
Putren le jakha! – Open your eyes!


Romano Centro veranstaltete vom 10. – 16. November 2014 die erste Internationale Jugendkonferenz zum Thema Antiziganismus in Österreich.

Die Konferenz hatte das Ziel, jungen AktivistInnen die Möglichkeit zu geben, sich zu vernetzen, Ideen auszutauschen und öffentlich auf ihre Anliegen Aufmerksam zu machen. In zahlreichen Workshops, Vorlesungen und Inputs erfuhren die 70 TeilnehmerInnen aus 12 Ländern wichtige Methoden zur Bekämpfung von Antiziganismus. Sie organisierten einen Flashmob und eine darauf folgende Pressekonferenz und stellten unter Beweis, dass Roma/Romnja zu mehr fähig sind, als nur singen, tanzen und betteln: Sie ergriffen die Initiative und machten darauf aufmerksam, dass Antiziganismus in ganz Europa zunimmt und gestoppt werden muss. Die Aktionen der Konferenz erhielten ein immenses Medienecho – von Presse über Funk bis Fernsehen waren die TeilnehmerInnen österreichweit zu sehen.

Am Freitag luden die AktivistInnen schließlich zu einer öffentlichen Veranstaltung in die Brunnenpassage ein, wo sie mehr als 200 Gäste mit Reden, Videos, musikalischen Darbietungen und Aktivismus beeindruckten. Am letzten Tag nahmen die Jugendlichen an der jährlichen Gedenkveranstaltung in Lackenbach teil und organisierten darauf folgend eine eigene Gedenkfeier am jüdischen Friedhof.

Die AktivistInnen gingen voller Energie und Elan nach Hause und nahmen die Botschaft der Konferenz mit: PUTREN LE JAKHA! – OPEN YOUR EYES!

 

Die Veranstaltung wurde durch folgende Unterstützer ermöglicht:

 
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