Samstag, 30 Apr 2016

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Romane Thana in Eisenstadt

Die Ausstellung "Romane Thana - Orte der Roma und Sinti" wird am 12.5. um 19:00 Uhr in der Landesgalerie Eisenstadt/Projektraum eröffnet.

Die erfolgreiche Ausstellung, die in Wien von knapp 23.000 Menschen besucht wurden, dauert im Burgenland von 13.5. bis 13.11. 2016.

 Wien-Floridsdorf, Mitte der 1950er-Jahre

 
Rudolf Sarközi (1944 - 2016)

Der Vorsitzende des Volksgruppenbeirates der Roma, Prof. Rudolf Sarközi, ist vergangenes Wochenende nach schwerer Krankheit verstorben. Prof. Sarközi setzte sich erfolgreich für die Anerkennung der Roma als Volksgruppe ein und war von 1995 bis zuletzt Vorsitzender des Volksgruppenbeirates. Die Erinnerung an den Völkermord an den Roma und Sinti war dem Gründer des Kulturvereines österreichischer Roma ein wichtiges Anliegen. Besonders durch die jährliche Gedenkfeier im burgenländischen Lackenbach trug er wesentlich dazu bei, die Verbrechen an seiner Volksgruppe in Erinnerung zu rufen und nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Sein unermüdliches Engagement wird fehlen.

Der Vorstand und das Team des Romano Centro sprechen allen Angehörigen ihr Beileid aus.

Die Verabschiedung findet am Montag, den 4.4. um 14:00 Uhr auf dem Wiener Zentralfriedhof, Halle 2 (Eingang 2. Tor, 1110 Wien, Simmeringer Hauptstraße 234–240) statt.

Dem Wunsch des Verstorbenen entsprechend findet das Begräbnis im engsten Familienkreis statt.

 
Brandanschläge: Brief an Linzer Bürgermeister Klaus Luger

Anlässlich der drei Brandanschläge auf die Zelte obdachloser Roma-Familien in Linz und den darauffolgenden Reaktionen übermittelte Romano Centro heute folgenden Brief an Bürgermeister Luger: 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

mit Entsetzen haben wir von den mittlerweile drei Brandanschlägen (am 14. und am 16. Februar sowie am 2. März) auf ein Zeltlager von Roma in Linz gelesen, 50 Personen wurden dadurch angegriffen und verloren ihre wenigen Habseligkeiten. Es ist unerträglich, dass mit Gewalt gegen die Ärmsten in unserer Gesellschaft vorgegangen wurde. So wie Sie finden wir es skandalös, dass die Öffentlichkeit znächst beinahe nichts von den Vorfällen erfahren hätte.

Gut, dass Sie in Ihrer Aussendung die Brandanschläge klar verurteilen. Einige Ihrer Aussagen befremden uns dagegen sehr:

Laut einem Artikel im Falter vom 2. März haben Sie gemeint, die Leute würden aufgrund einer „kulturellen Thematik" die ihnen angebotenen Notschlafstellen nicht annehmen und nur deshalb auf der Straße schlafen.

Dies ist nicht zutreffend. Wie auch die Autorin des Artikels recherchiert hat, haben rumänische Staatsangehörige ohne Anspruch auf Mindestsicherung auch keinen Zugang zu Notschlafstellen.

Die Aussage und die dahinter stehende Annahme ist leider sehr typisch für die Debatte. Die schweren sozialen Probleme, unter denen diese Menschen leiden, werden ihrer „Kultur" zugeschrieben. Die Menschen leben aber nicht in Zelten oder auf der Straße, weil das ihrer Tradition entspräche, sondern weil sie keine bessere Möglichkeit haben.

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Jahresbericht 2015

Ein Jahr auf 30 Seiten - der Jahresbericht 2015 ist online. Mit Informationen zu allen Projekten und Aktivitäten des vergangenen Jahres.

Download hier

 
Workshops für Schulklassen


„wie könnte ich auschwitz je vergessen!“

15 zeitzeugInnenworkshops für schulklassen ab der 8. schulstufe frühjahr 2016

in erinnerung an die romadichterin, malerin und auschwitzüberlebende CEIJA STOJKA

nur noch wenige workshoptermine frei!
bitte rasch anmelden!

die freien termine:
mi. 16.3., mi. 20.4., fr. 29.4., mo. 23.5., mo. 30.5., mi. 15. juni 2016
beginn: 10 bis 13 uhr im amerlinghaus, stiftgasse 8, 1070 wien

workshopprogramm: einleitender kurzfilm (13 min) ceija stojka (1933-2013): ein romaleben; danach kurzeinführung in die geschichte, verfolgungsgeschichte und gegenwart der roma  durch die moderatorin.  anschließend: lesung aus der lebensgeschichte ceija stojkas: vom leben der fahrenden roma, das sie als kind noch kennen lernte und von ihrem überleben in den konzentrations- und vernichtungslagern der nazis: auschwitz, ravensbrück und bergen-belsen.
anschließend: diskussion und gespräch: die schülerInnen haben gelegenheit, fragen an ceija stojkas familie zu stellen.  musik: AMENZA KETANE das romamusikensemble führt musikalisch durch den vormittag.
nach der pause kreativteil: MUSIK-TEXT-WORKSHOP: RAPS GEGEN RASSIMUS. leitung: ANDREAS HOLLESCHEK. die schülerInnen erarbeiten rap-text-vorlagen, die sie unter anleitung des workshopleiters auch musikalisch umsetzen und performen.
abschließend ersucht die moderatorin die schülerInnen um ein schriftliches feedback.
nachbearbeitung: der leiter des kreativ-workshops arbeitet mit den interessiertesten klassen an ihren raps weiter, probt für eine performance der klasse beim projektabschlussfest
ziel: veröffentlichung eines videos mit dem besten rap gegen rassismus auf youtube.

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